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JesusLEBT-Andacht



Lk 15,1 Es nahten sich aber zu ihm alle Zöllner und Sünder, ihn zu hören;
Lk 15,2 und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen.
Lk 15,3 Er sprach aber zu ihnen dieses Gleichnis und sagte:
Lk 15,4 Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eins von ihnen verloren hat, lässt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
Lk 15,5 Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern;
Lk 15,6 und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir! Denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.
Lk 15,7 Ich sage euch: So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben.
Lk 15,8 Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, zündet nicht, wenn sie eine Drachme verliert, eine Lampe an und kehrt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie sie findet?
Lk 15,9 Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und spricht: Freut euch mit mir! Denn ich habe die Drachme gefunden, die ich verloren hatte.
Lk 15,10 So, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.


Jesus kommt zum Kern seiner Aufgabe: Menschen finden und Menschen retten. Das wird schon in seinem Namen deutlich, der zum Programm wurde ("Jesus" bedeutet "JHWH rettet"). Menschen, die etwas verloren haben, suchen es und freuen sich, wenn sie es gefunden haben. So geht es auch Gott. Die Frommen dieser Zeit sind der Meinung, Jesus gebe sich mit den falschen Leuten ab, aber Jesus betont, dass diese Menschen von Gott gesucht sind. Die Bibel beschreibt diese Suche nach den verloren gegangenen Menschen schon zu Anfang. Adam ("Mensch") und Eva ("Mutter alles Lebens") wenden sich von Gott ab. Sie bilden sich ein, es selbst besser zu können, wollen "klug" sein und misstrauen Gott. Als Gott zu ihnen kommt, verstecken sie sich. Gott ruft seine Menschen "Adam, wo bist du?". Die Suche Gottes nach den Menschen ist das Hauptmotiv der ganzen Menschheitsgeschichte mit Gott. Es geht nicht darum die Menschen zu vergewaltigen, sondern sie zu gewinnen. Und mit diesem Anliegen wird der Schöpfer schließlich selbst Mensch, da die Menschen anders nicht mehr zu erreichen sind. Was die Frommen nicht verstanden: Man sucht ein Schaf oder eine Drachme nicht nur, weil man sie verloren hat. Man sucht sie, weil sie wertvoll sind. Auch die Menschen, die damals nichts galten waren Gott wertvoll. Und sie sind es auch heute noch. Du bist Gott so wichtig, dass er dir hinterherläuft. Eigentlich unvorstellbar für einen mächtigen, ewigen Gott. Wer ist dieser Gott eigentlich? Dazu mehr im folgenden Gleichnis.

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