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JesusLEBT-Andacht



Lk 14,25 Es ging aber eine große Volksmenge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen:
Lk 14,26 Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und die Mutter und die Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein;
Lk 14,27 und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein.
Lk 14,28 Denn wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht vorher hin und berechnet die Kosten, ob er zur Ausführung habe?
Lk 14,29 Damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und nicht vollenden kann, alle, die es sehen, anfangen, ihn zu verspotten,
Lk 14,30 und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und konnte nicht vollenden.
Lk 14,31 Oder welcher König, der auszieht, um sich mit einem anderen König in Krieg einzulassen, setzt sich nicht vorher hin und ratschlagt, ob er imstande sei, dem mit zehntausend entgegenzutreten, der gegen ihn mit zwanzigtausend anrückt?
Lk 14,32 Wenn aber nicht, so sendet er, während er noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingungen.
Lk 14,33 So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein.
Lk 14,34 Das Salz nun ist gut. Wenn aber auch das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gewürzt werden?
Lk 14,35 Es ist weder für das Land noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, der höre!


Jesus sucht keine Mitläufer und erst recht keine Missionserfolge. Wie sehr er sich dabei doch von vielen Christen heute unterscheidet. Er redet Klartext, auch wenn das scheinbar auf Kosten seines Erfolges geht. Die Wahrheit ist wichtiger als der sichtbare Erfolg und Menschen gewinnt man nicht, indem man ihnen etwas vormacht. Jesu Worte sind gesalzen, aber es ist gut, sie zu hören. Sie fordern uns heraus, Stellung zu beziehen, denn zwischen den Fronten ist kein Platz für uns.

Wenn wir uns für Jesus entscheiden, können wir nicht davon ausgehen, dass uns unsere Mitmenschen folgen, nicht einmal die nächsten Angehörigen. Wenn wir Angst um den familiären Frieden haben, Angst vor dem, was eine Entscheidung für Jesus an Konsequenzen mit sich bringt, dann sollten wir uns diesen Schritt zweimal überlegen. Denn niemand behauptet, dass das Leben dann leichter sei. Sicher sind wir heute an Leib und Leben im Allgemeinen nicht mehr so bedroht wie die Jünger zur Zeit Jesu, denen Jesus wirklich klar machen musste, was sie erwarten kann. Aber auch heute sollte niemand Glaubensentscheidungen leichtfertig treffen oder sich überrumpeln oder überreden lassen. Dafür sind solche Weichenstellungen viel zu existenziell.

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