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JesusLEBT-Andacht
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Lk 14,7 Er sprach aber zu den Eingeladenen ein Gleichnis, als er bemerkte, wie sie die ersten Plätze wählten, und sagte zu ihnen:
Lk 14,8 Wenn du von jemandem zur Hochzeit eingeladen wirst, so lege dich nicht auf den ersten Platz, damit nicht etwa ein Geehrterer als du von ihm geladen sei
Lk 14,9 und der, welcher dich und ihn eingeladen hat, komme und zu dir spreche: Mach diesem Platz! Und dann wirst du anfangen, mit Schande den letzten Platz einzunehmen.
Lk 14,10 Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und lege dich auf den letzten Platz, damit, wenn der, welcher dich eingeladen hat, kommt, er zu dir spricht: Freund, rücke höher hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor allen, die mit dir zu Tisch liegen.
Lk 14,11 Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
Lk 14,12 Er sprach aber auch zu dem, der ihn eingeladen hatte: Wenn du ein Mittag- oder ein Abendessen machst, so lade nicht deine Freunde ein, noch deine Brüder, noch deine Verwandten, noch reiche Nachbarn, damit nicht etwa auch {sie} dich wieder einladen und dir Vergeltung zuteil werde.
Lk 14,13 Sondern wenn du ein Mahl machst, so lade Arme, Krüppel, Lahme, Blinde ein!
Lk 14,14 Und glückselig wirst du sein, weil sie nichts haben, um dir zu vergelten; denn es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.
In Sachen Demut macht uns Christen keiner was vor. Zugegeben, der Witz ist alt. Aber karikiert er nicht noch immer überdeutlich die Einstellung vieler Christen? In der Bibel werden die Freuden im Himmel oft mit einem Hochzeitsfest verglichen, das Jesus mit der Gemeinde feiert. Wo sehen wir uns bei diesem Fest? Zur rechten und linken Jesu, wo sich zum Teil seine Jünger sahen? Bilden wir uns ein, einen besonderen Platz verdient zu haben? Wieviel bilden wir uns darauf ein, dass wir ein bürgerlich-spießiges Leben nach christlichen Grundsätzen gelebt haben? Ist uns eigentlich klar, wie wir zu diesem Fest kamen? Wir haben es uns nicht verdient. Wir waren nicht einmal als Gäste vorgesehen - wir gehören nicht zum auserwählten Volk Gottes. Wir sitzen zum Teil auf Plätzen die frei sind, weil andere nicht bereit waren zu kommen. Und wir sitzen dort nur aus einer unverdienten Gnade, die uns der Gastgeber zuteil werden ließ. Wo ist also unser Platz?
Lk 14,15 Als aber einer von denen, die mit zu Tisch lagen, dies hörte, sprach er zu ihm: Glückselig, wer essen wird im Reich Gottes!
Lk 14,16 Er aber sprach zu ihm: Ein Mensch machte ein großes Gastmahl und lud viele ein.
Lk 14,17 Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Gastmahls, um den Eingeladenen zu sagen: Kommt! Denn schon ist alles bereit.
Lk 14,18 Und sie fingen alle ohne Ausnahme an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muß unbedingt hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt.
Lk 14,19 Und ein anderer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe hin, sie zu erproben; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt.
Lk 14,20 Und ein anderer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet, und darum kann ich nicht kommen.
Lk 14,21 Und der Knecht kam herbei und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und bringe die Armen und Krüppel und Blinden und Lahmen hier herein!
Lk 14,22 Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast, und es ist noch Raum.
Lk 14,23 Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Wege und Zäune und nötige hereinzukommen, daß mein Haus voll werde!
Lk 14,24 Denn ich sage euch, daß nicht einer jener Männer, die eingeladen waren, mein Gastmahl schmecken wird.
Wenn wir nur hier sind, weil der Gastgeber bereit war uns trotzdem einzuladen, dann wird auch der Gastgeber wissen, wo unser Platz ist. Zunächst mal ganz hinten. Jesus soll dann entscheiden, wo unser Platz ist.
Und so wie Gott Dich und mich einlädt zu einem Fest, zu dem wir eigentlich keinen Zutritt hätten, so sollen auch wir die Menschen einladen, die draußen sind. Wenn wir wirklich so werden wollen wie Jesus, müssen wir uns an ihm ein Beispiel nehmen.
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