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JesusLEBT-Andacht



Lk 13,22 Und er ging durch Städte und Dörfer und lehrte und nahm seinen Weg nach Jerusalem.
Lk 13,23 Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinst du, daß nur wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen:
Lk 13,24 Ringt darum, daß ihr durch die enge Pforte hineingeht; denn viele, das sage ich euch, werden danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden's nicht können.
Lk 13,25 Wenn der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat, und ihr anfangt, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, tu uns auf!, dann wird er antworten und zu euch sagen: Ich kenne euch nicht; wo seid ihr her?
Lk 13,26 Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und auf unsern Straßen hast du gelehrt.
Lk 13,27 Und er wird zu euch sagen: Ich kenne euch nicht; wo seid ihr her? Weicht alle von mir, ihr Übeltäter!
Lk 13,28 Da wird Heulen und Zähneklappern sein, wenn ihr sehen werdet Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoßen.
Lk 13,29 Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.
Lk 13,30 Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.


Eines der großen Probleme (neben z.T. dem Theodizeeproblem oder der baldigen Wiederkunft Christi), wenn man die "Frohe Botschaft" hört, ist, dass sie zunächst gar nicht so froh ist. Das gilt nicht nur für das Christentum. Jede Religion erhebt für sich, den Weg zum Heil zu kennen und zu beschreiten, macht aber auch deutlich, dass alle anderen (und das ist immer die überwältigende Mehrheit) ins Unglück oder die Hölle laufen, als Kakalake wiedergeboren werden oder oder oder. Jeder Religion, jeder Idee des Glaubens geht immer die Gefallenheit des Menschen voraus (aus der die Suche nach dem Heil ja erst folgt). "Froh" ist die Botschaft also nur, wenn man bereit ist, dem Status Quo offen ins Gesicht zu sehen: Der Mensch ist nicht von Natur aus gut. Der Mensch ist von Natur aus ein Tier und lebt nach dem natürlichen Prinzip: Fressen oder gefressen werden. Das Paradies in dem der Löwe neben dem Schaf Gras frisst ist zutiefst unnatürlich und dennoch die Sehnsucht des Menschen. Ein Leben ohne Leid und die Begrenzung durch den immer lauernden und letztlich zuschlagenden Tod ist unnatürlich, läuft unserer Erfahrung zuwieder und ist doch eine Hoffung, die in uns lebt. Jeder Mensch ist Teil der Titanik und neben der Frage, wann das ganze absäuft ist vor allem die Frage, wie lange ich es noch schaffe mich am Leben zu halten. Wir gehen alle unter. Wie viele werden überhaupt gerettet?

Jesus sagt es unmissverständlich: Um die Rettung musst du dich jetzt kümmern. Man sollte nicht tanzen und fressen während das Boot untergeht. Es hilft auch nichts zu sagen, die Titanik könne nicht sinken. Man muss um seinen Platz im Rettungsbot ringen.

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