JesusLEBT-Andacht |
Aber wuchsen die Menschen nicht auch mit dem Wort Gottes auf? Waren sie nicht das Volk Gottes, das Volk, das Gott aus Ägypten rettete, das Volk, das von Gott die Gesetze bekam, das Volk in dem Propheten auftraten und den Menschen die Wahrheit sagten. Waren sie nicht das Volk, dem der Messias versprochen wurde, das von Johannes dem Täufer vorbereitet wurde und das nun erlebte, wie Jesus predigte, heilte und lebte. Jesus spricht zu der Menge, aber die Menschen verstehen ihn nicht. Sie könnten ihn verstehen, sie könnten die Konsequenzen ziehen, aber sie wollen es nicht sehen.
Es ist nicht unsere mangelnde Denkfähigkeit, oder eine Wahrnehmungsstörung, die uns dazu bringt den eigenen Tod zu ignorieren. Es ist uns unangenehm und so machen wir uns lieber zu Idioten, als uns dem Unausweichlichen zu stellen. Menschen nehmen Schulden auf, ohne zu wissen, wie sie sie wieder zurückzahlen können. Menschen fügen anderen Leid zu und schließen die Augen vor dem Leid der Opfer. Und wir alle leben unser Leben in Luxus und wollen nicht daran erinnert werden, wie viele Menschen jeden Tag an Hunger sterben. Wir wissen es, aber wir wollen es nicht sehen. Stattdessen rechnen wir uns aus, wie viel Zinsen und Zinseszinsen unser Guthaben in den nächsten dreißig Jahren abwirft. Wir planen und rechnen mit dem, was uns Gewinn verspricht und ignorieren, was wirklich zählt. Dabei wissen wir nur zu gut, wo der Schuh drückt.
Die Botschaft ist nicht soft. Es ist nicht das, was wir hören wollen. Aber es ist das, was wir sehen könnten: Die Konsequenzen unseres Lebens. Der Regenwald geht zugrunde, wir reden nur nicht mehr darüber. Aids breitet sich aus wie ein Lauffeuer und wir predigen Sex ab vierzehn. Naturkatastrophen nehmen statistisch zu, die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter und die Menschen verrohen. Wir wissen, dass wir die Rechnung für all das zu bezahlen haben. Wir wissen, dass wir dabei sind die Suppe auszulöffeln, die wir uns eingebrockt haben. Und dass wir die dicksten Brocken noch vor uns haben. Und wir spüren, dass wir auch für unser eigenes Leben Rechenschaft ablegen müssen. Dabei wäre jetzt noch Zeit zu handeln. Gott würde uns vergeben und der Satan hätte keine Macht mehr über uns. Aber wir wollen es oft nicht sehen und verschließen die Augen.
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