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JesusLEBT-Andacht




Lk 11,29 Als aber die Volksmengen sich herzudrängten, fing er an, zu sagen: Dieses Geschlecht ist ein böses Geschlecht; es fordert ein Zeichen, und kein Zeichen wird ihm gegeben werden als nur das Zeichen Jonas.
Lk 11,30 Denn wie Jona den Niniviten ein Zeichen war, so wird es auch der Sohn des Menschen diesem Geschlecht sein.
Lk 11,31 Eine Königin des Südens wird auftreten im Gericht mit den Männern dieses Geschlechts und wird sie verdammen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören; und siehe, hier ist mehr als Salomo.
Lk 11,32 Männer von Ninive werden aufstehen im Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße auf die Predigt Jonas hin; und siehe, hier ist mehr als Jona.


In Vers 15 unterstellten einige nach einem Heilungswunder, Jesu sei mit dem Teufel im Bunde. Darauf ging Jesus bereits ein. Eine scheinbar gemäßigtere Gruppe forderte ein Zeichen vom Himmel (Vers 16). Als ob das eine Lösung wäre.

Ein Wunder nach dem anderen vollbrachte Gott, aber der Pharao ließ Israel nicht ziehen, bis schließlich sein eigenes Kind starb. Danach versorgte Gott sein Volk in der Wüste, aber bei jedem neuen Problem verhielt sich das Volk, als habe ihnen Gott noch nie geholfen. Und während Mose dann das Gesetz am Sinai empfing, betete das Volk ein goldenes Kalb an. Wunder retteten das Volk, aber sie führten nicht zum Glauben.

Menschen sehen diese Welt, die uns durch ihre Schönheit und Kreativität immer wieder zum Staunen bringt und mit Ehrfurcht erfüllt. Aber sie glauben lieber, daß das alles durch Zufall entstanden ist, als daß es einen Kreator, einen Gott, gibt. Was müßte denn geschehen, damit Menschen aufhören, wie der Pharao, alles zu deuteln und zu drehen um nicht glauben zu müssen? Geschieht einmal ein Wunder, kann man es danach abstreiten. Geschehen sie regelmäßig, gewöhnt man sich an sie und empfindet sie nicht mehr als Wunder. Und selbst wenn Gott alles tun würde, was wir von ihm für unseren Glauben fordern, so würden wir doch nicht an ihn glauben, denn ein Gott, der sich so von uns zum Hampelmann machen läßt, ist nicht Gott, sondern allenfalls unser Feuerlöscher wenn's mal brennt.

Anders die Menschen in Ninive. Hier geschah kein Wunder für die Niniviten - weder davor, noch danach, noch währen Jonas Predigt. Es war nichts zu sehen außer Jona. Aber die Menschen spürten, daß Jona recht hatte. Sie waren bereit ihm zu glauben und ihr Leben zu ändern. Das mag man als Naivität auslegen - schließlich hätte da ja jeder kommen können. Aber ich denke die Bewohner von Ninive haben sich diesen Jona schon genau angesehen.
Man muß schon vorsichtig sein, um anderen Naivität zu unterstellen. Wie naiv lesen wir Zeitung? Wie naiv sehen wir fern? Wissen wir nicht, daß Papier geduldig ist und beweisen uns nicht die vielen Spielfilme, daß man "Realität" im Fernsehen gut fälschen kann?
Wir haben sicher unsere Gründe für unser Vertrauen in unsere Informationsquellen und sei es nur, daß andere ja auch darauf vertrauen. Auch die Niniviten hatten ihre Gründe, Jona zu vertrauen und wer sagt uns, daß diese schlechter waren?

Es geht um Vertrauen und dieses Vertrauen fehlte und fehlt Jesus gegenüber. Die Niniviten vertrauten, Saba vertraute aber wer nicht vertrauen will, den wird auch Gott nicht zwingen.

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