Lk 11,24 Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so
durchwandert er dürre Orte und sucht Ruhe; und da er sie nicht findet,
spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, von wo ich ausgegangen
bin.
Lk 11,25 Und wenn er kommt, findet er es gekehrt und geschmückt.
Lk 11,26 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit, böser
als er selbst, und sie gehen hinein und wohnen dort; und das Ende jenes
Menschen wird schlimmer als der Anfang.
Einen Menschen von einem Dämonen zu befreien reicht nicht aus.
Ob uns das passt oder nicht: der Mensch ist ein Gefäß. Das,
was ihn erfüllt, bestimmt sein Leben. Viele versuchen in sich hineinzuhören
um zu erkennen, wer sie sind. Dabei finden sie jedoch nicht "sich", sondern
das, was sie bestimmt. Die Freiheit, nur man selbst zu sein, ist eine Illusion.
Statt dessen hat man die Freiheit sich zu entscheiden, wovon man sich bestimmen
läßt. Möglicherweise ist das sogar die einzige Freiheit
(und selbst die wird kaum absolut bestehen).
Ein Mensch, der von einem Dämon befreit wurde und "leer" bleibt,
wird schnell wieder zum Opfer. Glaubten viele noch vor einigen Jahren,
Religion sei überwunden, so bedienen sich die Menschen heute längst
aus einem Jahrmarkt an Esoterik und Light-Religionen. Manche Menschen lassen
sich bewußt auf Dämonen ein, bis dahin, daß Morde "im
Auftrag des Satans" begangen werden. Es reicht nicht aus, frei zu werden.
Jeder steht vor der Entscheidung: Entweder ich öffne mein Leben für
irgendwelche unbekannten Mächte (der Versuch, das Leben selbst zu
bestimmen, läuft auf das selbe hinaus), oder ich lasse den Heiligen
Geist mein Leben bestimmen.
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