Lk 11,17 Er aber erkannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Reich,
das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und ein Haus fällt
über das andre.
Lk 11,18 Ist aber der Satan auch mit sich selbst uneins, wie kann sein
Reich bestehen? Denn ihr sagt, ich treibe die bösen Geister aus durch
Beelzebul.
Lk 11,19 Wenn aber ich die bösen Geister durch Beelzebul austreibe,
durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter
sein.
Lk 11,20 Wenn ich aber durch Gottes Finger die bösen Geister austreibe,
so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.
Lk 11,21 Wenn ein Starker gewappnet seinen Palast bewacht, so bleibt,
was er hat, in Frieden.
Lk 11,22 Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt und überwindet
ihn, so nimmt er ihm seine Rüstung, auf die er sich verließ,
und verteilt die Beute.
Lk 11,23 Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit
mir sammelt, der zerstreut.
Jesus verlangt nicht einfach naiven Glauben, wie viele ihm heute vorwerfen. Er fordert die Menschen auf, doch einmal nachzudenken. Die Anschuldigung
ist leicht zu durchschauen. Einerseits macht sie keinen Sinn. Die Feinde Gottes mögen vielleicht zerstritten sein, aber wenn
es darum geht, sich gegen Angriffe wie eine Austreibung zu verteidigen,
halten alle zusammen. Würde der Teufel zu Jesus überlaufen, welche
Gefahr wäre er dann noch?
Andererseits war Dämonenaustreibung damals an der Tagesordnung
und keiner machte sich Gedanken, ob hier Dämonen mit Dämonen
ausgetrieben werden. Der Grund der Anschuldigung ist viel banaler. Hier
waren Menschen, die etwas gegen Jesus hatten. Sie mochten ihn nicht - seine
Art, seinen Anspruch, das was er sagte und lebte, alles, wofür er
mit seiner Person stand, war ihnen zuwider. Jesus war und ist zu radikal,
zu fundamental, zu extrem und zu konsequent, als daß jemand eine
wirklich neutrale Position ihm gegenüber einnehmen zu können.
Wo Jesus auftaucht, werden Menschen vor die Entscheidung gestellt: Für
Jesus, oder gegen ihn.
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