Lk 9,23 Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne
er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach!
Lk 9,24 Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber
sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten.
Lk 9,25 Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze
Welt gewönne, sich selbst aber verlöre oder einbüßte?
Lk 9,26 Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird
der Sohn des Menschen sich schämen, wenn er kommen wird in seiner
Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel.
Lk 9,27 Ich sage euch aber in Wahrheit: Es sind einige unter denen,
die hier stehen, die den Tod {nicht} schmecken werden, bis sie das Reich
Gottes gesehen haben.
Das ist also unser Gott. Ein dienender König. Und er ruft uns,
ihm zu folgen. Das Theodizeeproblem ist nicht das Problem des Christentums,
sondern der Menschen. Und es ist unsere Aufgabe dieses Leid nicht nur zu
ertragen sondern auch zu tragen. Bonhoeffer (1945 im Konzentrationslager
Flossenbürg ermordet) schreibt dazu: "Das Kreuz ist nicht schweres
Schicksal, nicht zufälliges Leiden, sondern notwendiges Leiden."
Jesus wünschte sich nicht, verurteilt, gefoltert und hingerichtet
zu werden. Er sagte, daß dies geschehen muß. Im Garten Gethsemane
flehte er: "Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht
mein, sondern dein Wille geschehe!"
Er hat es uns vorgelebt. Er stand für seine Liebe und Treue, für
seine Botschaft und vor allem für die Vergebung aller Verbrechen bis
zum bitteren Ende ein. Er gab dafür sein Leben und bekam sein Leben
auf dem Thron Gottes zurück.
Wir müssen alle sterben und es macht von daher keinen Sinn zu
versuchen, sein Leben um jeden Preis zu retten. Der Tod wird nur aufgeschoben.
Die wenigsten der Christen werden wohl Märtyrer, aber jeder Christ
ist es potentiell. Was hilft es denn, unser kleines Leben zu verlängern?
Was hilft es uns, Macht und Reichtum anzuhäufen. Wir können nichts
davon mitnehmen. Wenn Jesus der Christus ist, so gibt es nichts vernünftigeres,
als auf ihn zu setzen.
Die Bestätigung bekamen die Jünger nach der Auferstehung
Jesu. Er lebte, obwohl er ermordet wurde. Das war die frohe Botschaft die
sich durch das ganze Römische Reich ausbreitete: Der Tod hat nicht
das letzte Wort, sondern Jesus.
Wenigstens ein Jünger, Johannes, bekam zudem eine Vision vom Ende
der Welt und der endgültigen Herrschaft Gottes. Diese Welt ist nicht
das letzte Wort. Das letzte Wort hat Jesus.
Offb 22,16 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen
für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der
helle Morgenstern.
Offb 22,17 Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört,
der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der
nehme das Wasser des Lebens umsonst.
zur Andacht der letzten Woche
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