Lk 6,6 Es geschah aber auch an einem anderen Sabbat, daß er in
die Synagoge ging und lehrte; und es war dort ein Mensch, dessen rechte
Hand verdorrt war.
Lk 6,7 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber lauerten darauf,
ob er am Sabbat heilen würde, damit sie eine Beschuldigung gegen ihn
fänden.
Lk 6,8 Er aber kannte ihre Überlegungen und sprach zu dem Menschen,
der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und stelle dich in die Mitte! Er
aber stand auf und stellte sich hin.
Lk 6,9 Jesus sprach nun zu ihnen: Ich frage euch, ob es erlaubt ist,
am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, Leben zu retten oder zu
verderben.
Lk 6,10 Und nachdem er sie alle ringsum angeblickt hatte, sprach er
zu ihm: Strecke deine Hand aus! Und er tat es; und seine Hand wurde wiederhergestellt.
Lk 6,11 Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen
sich untereinander, was sie Jesus tun sollten.
Wieder gibt es Ärger. Diesmal geht es um eine Heilung am Sabbat.
Wenn Jesus seinen Jüngern gestattet, am Sabbat Körner zwischen
den Fingern zu zerreiben, vielleicht hat er dann ja auch mit einem Kranken
Mitleid. Und in der Tat, Jesus heilt die verdorrte Hand. Aber er tut es
nicht versteckt und heimlich. Er ruft den Kranken in die Mitte der Synagoge
und dann wird das Recht vom Kopf wieder auf die Füße gestellt.
Wenn er nicht helfen würde, wäre das das eigentliche Verbrechen.
Keiner kann dem widersprechen. Trotzdem wächst der Widerstand gegen
Jesus.
Wir können nicht erwarten, daß uns die Menschen zujubeln,
wenn wir für Gerechtigkeit eintreten. Aber wir befinden uns in bester
Gesellschaft. Egal ob es um Versammlungsfreiheit für Christen in China
oder um Kirchenasyl für Verfolgte in Deutschland geht, Gerechtigkeit
ist wichtiger als Recht.
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