Jesus wird hier mit dem Teufel konfrontiert. Die meisten Menschen stellen
sich heute den Teufel zurecht nicht mehr als feuerrote Mischung aus Ziegenbock
und Mensch vor, der mit einer Mistgabel bewaffnet in der Hölle sein
sadistisches Regiment führt. Viele gehen statt dessen davon aus, es
gäbe gar keinen Teufel, doch das ist mindestens ebenso naiv. Vielen
Satanisten ist inzwischen klargeworden, daß die personale Existenz
des Teufels auch die personale Existenz Gottes nahelegt. Sie leugnen folglich
jede Wirklichkeit jenseits eines streng naturalistischen Weltbildes. Das
mag modern klingen, ist jedoch nicht lebbar. Und so laufen Menschen weit
nach dem Zeitalter der Aufklärung jeder esoterischen und religiösen
Strömung hinterher und letztlich in das offene Messer des Teufels.
Der "von Gott emanzipierte Mensch" versucht es erst mit eigenen Mitteln.
Das können durchaus gute Dinge: Fleiß, Kraft, Intelligenz, usw..
Doch irgendwann kommt man an seine Grenzen und "hilft etwas nach": Lügen,
"kleine" Betrügereien, usw.. Auch hier gibt es Grenzen. Das Schicksal
hat eben niemand im Griff. "Bei Homöopathie weiß man zwar nicht
genau was da hilft, aber es hilft zumindest. Vielleicht hilft ja auch Pendeln
oder Voodoozauber?" Das geht bis dahin, daß Menschen ihre Seele dem
Teufel verkaufen um etwas zu bekommen und gleichzeitig glauben, es gäbe
keinen Teufel. Würdest Du russisches Roulett spielen, wenn man Dir
tausend Mark dafür bietet? Würdest Du Dir dann sagen: "Da ist
keine echte Patrone drin, sowas gibt's doch nur im Film"??
Sicher kann man die Existenz des Teufels ähnlich schwer beweisen
wie die Existenz Gottes, aber dann einfach zu glauben, es gäbe ihn
nicht ist - wie gesagt - naiv. Weder Gott, noch der Teufel hören auf
zu existieren, nur weil keiner mehr daran glaubt.
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