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JesusLEBT-Andacht




Lk 2,39 Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Stadt Nazareth.
Lk 2,40 Das Kind aber wuchs und erstarkte, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm.
Lk 2,41 Und seine Eltern gingen alljährlich am Passafest nach Jerusalem.
Lk 2,42 Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach der Gewohnheit des Festes;
Lk 2,43 und als sie die Tage vollendet hatten, blieb bei ihrer Rückkehr der Knabe Jesus in Jerusalem zurück; und seine Eltern wußten es nicht.
Lk 2,44 Da sie aber meinten, er sei unter der Reisegesellschaft, kamen sie eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten;
Lk 2,45 und als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn.
Lk 2,46 Und es geschah, daß sie ihn nach drei Tagen im Tempel fanden, wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie befragte.
Lk 2,47 Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten.
Lk 2,48 Und als sie ihn sahen, wurden sie bestürzt; und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.
Lk 2,49 Und er sprach zu ihnen: Was <ist der Grund dafür>, daß ihr mich gesucht habt? Wußtet ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meines Vaters ist?
Lk 2,50 Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen redete.
Lk 2,51 Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth, und er war ihnen untertan. Und seine Mutter bewahrte alle diese Worte in ihrem Herzen.
Lk 2,52 Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und Menschen.


Jesu Eltern gehen, wie jedes Jahr, zum Passafest nach Jerusalem. Alles scheint normal. Die Ereignisse bei der Geburt Jesu liegen lange zurück. Auf dem Heimweg stellen sie bestürzt fest, daß Jesus noch in Jerusalem ist. Sie suchen IHR Kind.
Als sie Jesus finden, stellt Maria ihren Sohn zur Rede:
"Kind, warum hast du uns das getan?
Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht."
Jesu Antwort ruft ihnen die Wahrheit wieder in's Gedächtnis:
Mein Vater ist Gott!
Ich war bei meinem Vater.
Was für jeden Menschen gilt, gilt hier ganz besonders: Unsere Kinder sind von Gott geliehen. Jesus war tatsächlich bei seinem leiblichen Vater.

Es ist schwer vorstellbar, wie Eltern mit dieser Situation umgehen sollen. Sie sollen Gott erziehen. Jesus macht es seinen Eltern leicht. Er ist ihnen untertan.
So wie Jesus alles durchlebte, so durchlebte er auch die Kindheit. Er hatte Eltern, die ihn nicht immer verstanden, auch dann nicht, wenn es wichtig wäre. Aber er ordnet sich ihnen trotzdem freiwillig unter. Jesus ist auch das Kind, das uns zeigt, wie wir unsere Eltern ehren sollen.

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