Lk 2,21 Und als acht Tage vollendet waren, daß man ihn beschneiden
sollte, da wurde sein Name Jesus genannt, der von dem Engel genannt worden
war, ehe er im Mutterleib empfangen wurde.
Lk 2,22 Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses vollendet
waren, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, um ihn dem Herrn darzustellen
Lk 2,23 - wie im Gesetz des Herrn geschrieben steht: «Alle männliche
Erstgeburt soll dem Herrn heilig heißen» -
Lk 2,24 und ein Schlachtopfer zu geben nach dem, was im Gesetz des
Herrn gesagt ist: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
Lk 2,25 Und siehe, es war in Jerusalem ein Mensch, mit Namen Simeon;
und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den
Trost Israels; und der Heilige Geist war auf ihm.
Lk 2,26 Und ihm war von dem Heiligen Geist eine göttliche Zusage
zuteil geworden, daß er den Tod nicht sehen solle, ehe er den Christus
des Herrn gesehen habe.
Lk 2,27 Und er kam durch den Geist in den Tempel. Und als die Eltern
das Kind Jesus hereinbrachten, um mit ihm nach der Gewohnheit des Gesetzes
zu tun,
Lk 2,28 da nahm auch er es in seine Arme und lobte Gott und sprach:
Lk 2,29 Nun, Herr, entläßt du deinen Knecht nach deinem
Wort in Frieden;
Lk 2,30 denn meine Augen haben dein Heil gesehen,
Lk 2,31 das du bereitet hast im Angesicht aller Nationen:
Lk 2,32 ein Licht zur Offenbarung für die Nationen und zur Herrlichkeit
deines Volkes Israel.
Lk 2,33 Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das,
was über ihn geredet wurde.
Lk 2,34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter:
Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und Aufstehen vieler in Israel und zu
einem Zeichen, dem widersprochen wird
Lk 2,35 - aber auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen
- damit Überlegungen aus vielen Herzen offenbar werden.
Lk 2,36 Und es war eine Prophetin Hanna, eine Tochter Phanuëls,
aus dem Stamm Asser. Diese war in ihren Tagen weit vorgerückt; sie
hatte sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt von ihrer Jungfrauschaft an;
Lk 2,37 und sie war eine Witwe von vierundachtzig Jahren, die wich
nicht vom Tempel und diente <Gott> Nacht und Tag mit Fasten und Flehen.
Lk 2,38 Und sie trat zur selben Stunde herbei, lobte Gott und redete
von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
Acht Tage nach der Geburt wurde Jesus beschnitten. Später wurden
die Opfer, die im Bund Gottes mit seinem Volk vorgeschrieben waren, im
Tempel in Jerusalem vollzogen.
Hier kommt es zum vierten Mal zum Lobgesang auf Gott. Simeon erkennt
in Jesus das Heil der Welt. Gott läßt ihn in diesem Frieden
sterben (Nunc Dimittis). Wie schon in den vergangenen Lobliedern wird immer
mehr von Jesus deutlich. Er wird ein Licht sein, also Dinge aufdecken,
für die wir blind sind. An Jesus, dem Retter, wird nicht nur die Rettung
deutlich, sondern natürlich auch, daß Menschen zu Fall kommen.
All jene nämlich, die sich nicht retten lassen wollen. An ihm wird
sich die Menschheit in zwei Gruppen teilen.
Jesus, ein einfacher Zimmermann aus dem verrufenen Nazareth, dessen
Abstammung für viele eher nach einem "Unfall" aussieht, sagt von sich,
der Weg, die Wahrheit und das Leben zu sein. Er nimmt für sich in
Anspruch, daß sich an seiner Person letztlich das Schicksal jedes
Menschen entscheidet. Jesus bietet alles umsonst an. Trotzdem lehnen ihn
viele ab. Er ist ein Zeichen, dem widersprochen wird. Das Wesen des Menschen
wird sichtbar.
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