Lk 2,8 Und es waren Hirten in derselben Gegend, die auf freiem Feld
blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde.
Lk 2,9 Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit
des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit großer
Furcht.
Lk 2,10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn
siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze
Volk sein wird.
Lk 2,11 Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, <der>
Herr, in Davids Stadt.
Lk 2,12 Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden,
in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.
Lk 2,13 Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen
Heerscharen, die Gott lobten und sprachen:
Lk 2,14 Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden in
den Menschen <des> Wohlgefallens!
Lk 2,15 Und es geschah, als die Engel von ihnen hinweg in den Himmel
auffuhren, daß die Hirten zueinander sagten: Laßt uns doch
hingehen nach Bethlehem und diese Sache sehen, die geschehen ist und die
der Herr uns kundgetan hat.
Lk 2,16 Und sie kamen eilend und fanden Maria und Josef und das Kind
in der Krippe liegend.
Lk 2,17 Als sie es aber gesehen hatten, machten sie das Wort bekannt,
das über dieses Kindlein zu ihnen geredet worden war.
Lk 2,18 Und alle, die es hörten, wunderten sich über das,
was ihnen von den Hirten gesagt wurde.
Lk 2,19 Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem
Herzen.
Lk 2,20 Und die Hirten kehrten zurück, priesen und lobten Gott
für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie es ihnen gesagt
worden war.
Die Herrlichkeit des Herrn umstrahlt nicht den "Retter", den "Christus"
oder den "Herrn". Gott kommt in aller Einfachheit. Aber draußen,
auf freiem Feld, begegnet ein Engel des Herrn den Hirten und die Herrlichkeit
Gottes umstrahlt sie. Jesus tauscht seine Herrlichkeit mit der Armut der
Hirten und die Hirten stehen im Lichte Gottes. Was für ein Tausch!
Die Botschaft ergreift die Hirten, sie suchen Jesus auf. Wie bei den
Engeln strömt das Lob Gottes aus ihren Herzen. Maria kann das alles
nur staunend zur Kenntnis nehmen.
Was ist das für ein Tausch? Jesus kommt in diese Welt, damit wir
in seine Welt kommen können. Er hat Anteil an unseren Sorgen und Schmerzen,
damit wir Anteil haben können an seiner Herrlichkeit. Er lebt unter
uns, damit wir wissen, wie wir mit ihm leben können. Er stirbt, damit
wir leben können.
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