Lk 2,1 Es geschah aber in jenen Tagen, daß eine Verordnung vom
Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben.
Lk 2,2 Diese Einschreibung geschah als erste, als Quirinius Statthalter
von Syrien war.
Lk 2,3 Und alle gingen hin, um sich einschreiben zu lassen, ein jeder
in seine <Vater->Stadt.
Lk 2,4 Es ging aber auch Josef von Galiläa, aus der Stadt Nazareth,
hinauf nach Judäa, in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt,
weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war,
Lk 2,5 um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seiner Verlobten,
die schwanger war.
Lk 2,6 Und es geschah, als sie dort waren, wurden ihre Tage erfüllt,
daß sie gebären sollte;
Lk 2,7 und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln
und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie
war.
Johannes, der Prophet, wird im Kreise der Familie geboren. Jesus, dem,
dem er dienen soll, kommt in einem Stall zur Welt. Verkehrte Welt, kann
man da sagen. Und doch: in Micha 5,1 wird es vorhergesagt.
Für Lukas sind diese Prophezeiungen kaum der Rede wert. Trocken und
nüchtern berichtet er, wie es sich zugetragen hat. Der genaue Zeitpunkt
und der genaue Ort sind unbekannt. In einer Nacht wie scheinbar jeder anderen
kommt der Retter der Welt. Die Härte und Kälte der Welt konnten
Gott nicht zurückhalten. Ebenso konnten ihn Folterungen und die Ermordung
am Kreuz nicht aus der Welt schaffen. Die Rettungsaktion nimmt seinen Lauf
- niemand kann sie aufhalten. Jesus liegt im Futtertrog. Das Abendmahl
wird daran anknüpfen. Ob es uns paßt oder nicht: Das süße
Jesuskindlein wird wegen unserer Schuld abgeschlachtet - damit wir leben
können.
Gedankenanstoß zur Wochenandacht
zur Andacht der letzten Woche
alle Andachten