zurück

Gedankenanstoß




Versetzen wir uns doch einmal in die Lage Marias: Sie war arm, unverheiratet und mit einem "unehelichen" Kind in der damaligen Gesellschaft der Abschaum. Ihre gesamte Zukunft stand auf dem Spiel. Kann man dieser armen Maria zumuten, hochschwanger die Tortur einer Volkszählung über sich ergehen zu lassen und sich zu Fuß 170 Kilometer weit von Nazareth nach Bethlehem zu schleppen? Welches Leben hat das Ungeborene denn zu erwarten? Sind es nicht Armut, Dreck, Verfolgung, Folter und Tod? Wer wollte Maria da eine Indikation übel nehmen? Auch ihr Freund, der wußte, daß das Kind nicht von ihm sein kann, wollte sie wegen diesem Ungeborenen verlassen. Wäre es da, in dieser ausweglosen Situation, nicht das Beste für alle, die Schwangerschaft abzubrechen?

Vielleicht würden wir Jesus heute nicht mehr kreuzigen. Vielleicht würden wir es gar nicht so weit kommen lassen. Noch bevor er den Mund aufmachen könnte, hätten wir ihn in den Mülleimer geworfen oder zu Hautcremes verarbeitet. Frohe Weihnachten!?

zurückzur Andacht