zum Forum

Sein wie Gott ?


Petra am Donnerstag, den 01. November 2007 um 12:26:59 Uhr

Es geht in der Lehre Jesu im großen Evangelium Johannes darum, so vollkommen wie Gott zu werden und nicht Gott selbst zu werden, was unmöglich ist.
Die Vollkommenheit bezieht sich jedoch nicht so sehr auf die Allmacht Gottes sondern auf die Liebe und Weisheit Gottes.

Im Großen Evangelium Johannes Band 9 Kapitel 171 Vers 4 bis 10 sagt Jesus :


[GEJ.09_171,04] Der Mensch, wie er in diese Welt kommt, wird der Seele nach völlig von der Allmacht Gottes getrennt und ist in allem seinem eigenen Wollen und Erkennen anheimgestellt. Erst so er auf dem Wege des Unterrichts aus dem Munde seiner Eltern und anderer weiser Lehrer zur Erkenntnis Gottes gelangt, sich dann gläubig an Ihn wendet und Ihn um Seine Hilfe und Seinen Beistand anfleht, fängt dann auch von der göttlichen Seite das Einfließen an durch alle Himmel hindurch, und die Seele des Menschen geht in ein stets klareres Erkennen über und aus dem immer mehr und mehr in die Liebe zu Gott; sie ordnet dann ihren Willen dem erkannten Willen Gottes unter und einigt sich also mit dem Geiste Gottes und wird dadurch nach und nach ebenso vollkommen in und durch den Geist Gottes in ihr, wie der göttliche Geist in ihr selbst vollkommen ist, und bleibt dabei dennoch in allem vollkommen frei und selbständig, wie Gott an und für Sich ewig vollkommenst frei und selbständig ist.

[GEJ.09_171,05] Du meinst nun nach deiner ziemlich geklärten Weltvernunft: Wenn aber eine jede in Mir vollendete Seele in allem also vollkommen wird, wie Ich Selbst vollkommen bin, – kann es da mit der Weile nicht zu einer Art Götterkriegen führen, und wer wird am Ende den Sieg davontragen?

[GEJ.09_171,06] Siehe, das ist wohl unter ungebildeten und noch oft im höchsten Grade mit allerlei trügerischer Welt- und Eigenliebe behafteten Erdenmenschen denkbar und auch, wie es die Weltchronik nur zu klar beweist, sehr möglich; aber im wahren Gottesreiche ist das weder denkbar und noch um vieles weniger möglich. Denn wer selbst einmal in der vollkommensten Wahrheit aus Gott steht und wohl einsieht, daß ohne sie kein Ding möglich ist, wie sollte der ewig je mit der ewigen Urwahrheit in Gott in einen Streit geraten können?

[GEJ.09_171,07] Denn wäre es möglich, daß zum Beispiel nur ein Engelsgeist je wider eine urgöttliche Wahrheit in einen Streit geriete, da sie doch sein Wesen ausmacht, so würde er dabei nicht mit Gott, sondern nur mit sich selbst in einen Streit und Kampf geraten und dadurch denn auch niemandem als nur allein sich selbst schaden.

[GEJ.09_171,08] Hast du das schon je einmal auf dieser Erde erlebt, daß etwa zwei in der Rechenkunst wohlbewanderte Menschen darum in einen Streit geraten sind, weil nach dem in aller Welt angenommenen Zählungssystem zwei völlig gleiche Einheiten und abermals zwei wieder gleiche Einheiten in der Summe vier Einheiten geben? Siehe, in dem sind alle nur einigermaßen rechnungskundigen Menschen vollkommenst einig und werden darob bei nur einiger klarer Vernunft wohl sicher niemals in einen Zank und Krieg geraten; denn sie müssen ja auch des eigenen Vorteils wegen diese Rechnungswahrheit als allenthalben und für alle Zeiten gültig anerkennen.

[GEJ.09_171,09] Und ebenso geht es mit allen vollendeten Seelen im Reiche Gottes; sie sind alle von ein und derselben Wahrheit durchdrungen, weil sie als Licht ihrer Liebe zu Gott und zum Nächsten entstammt.

[GEJ.09_171,10] Solange die Menschen unter sich in Zank, Streit, Krieg geraten können, da sind sie noch ferne vom Reiche Gottes und werden nicht eher in dasselbe kommen, als bis sie in aller Geduld, Demut, Sanftmut, wahrer Nächstenliebe unwandelbar groß geworden sind. Sind sie aber einmal das, und gelangen sie dadurch zur Wahrheit aus Gott in sich, dann hat es mit allem Zank, Streit und Krieg ein ewiges Ende, und von deinem Götterkriege kann da denn auch für ewig keine Rede sein. – Verstehst du das wohl?“


Auch in der Bibel wird davon gesprochen, daß die Menschen so vollkommen werden sollen wie Gott :

Matthäus 5:48 "Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist."

Auch im Evangelium nach Johannes ( Bibel ) Kapitel 10 Vers 31 bis 36 und im Psam 82,6
( Bibel ), wird der Mensch mit Gott verglichen.

Da hoben die Juden abermals Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus sprach zu ihnen: Viele gute Werke habe ich euch erzeigt vom Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen, denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott. Jesus antwortete ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz (Psalm 82,6): «Ich habe gesagt: Ihr seid Götter»? Wenn er die Götter nennt, zu denen das Wort Gottes geschah - und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden -, wie sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst Gott -, weil ich sage: Ich bin Gottes Sohn?

Offenbar kennt die Webbetreiberin / der Webbetreiber weder das Große Evangelium Johannes ( Jakob Lorber ) noch die Bibel, auf die sie sich beruft, besonders gut. Dies wäre jedoch die Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Kritik.









Name:
E-Mail-Adresse:
Überschrift:
Beitrag: