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Nachtrag


Oliver am Samstag, den 15. September 2007 um 13:33:00 Uhr

Eben dieses zentrale christliche Geheimnis, nämlich die Menschwerdung Gottes In Jesus haben die Kritiker Lorbers in dem Text zum Thema Heilslehre nicht erkannt. Sie verfolgen daher Lorber als einen echten Propheten und handeln, ohne es selbst zu wissen, aus antichristlichem Geist. Die Wahrheit ist: In Jesus nahm Gott menschliche Gestalt an. Gott wurde Mensch. Nicht irgendein Mensch wurde Gott. Das ist ein bedeutender Unterschied. Bei den falschen Propheten - einschließlich Bertha Dudde - nimmt immer ein bestimmter Mensch das Wesen der Gottheit an. Auch der prophezeite Antimessias, der im eigenen Namen kommen und sein antichristliches Weltreich begründen wird, wird behaupten, ein Mensch zu sein, der als unübertreffliches Genie die Urkraft in sich aufgenommen habe und Gott geworden sei. Er wird behaupten, mehr zu sein als Gott vor seiner Menschwedung war und wird "sich über den Höchsten" erheben (Paulus). Es git also: Gottmensch: Jesus Christus versus Menschgott: Belial/Antichristus.
Auch die Propheten des Alten Testamentes bezeugen: Der Messias ist der Herr, er ist der Vater, ist Gott. Es gibt keinen anderen Messias.
Viele fragen: Wie kann denn Jesus Gott sein, er hat doch zum Vater gebetet. Diese polemische Frage wird laut Hildegard von Bingen auch der Antimessias stellen, um das Christentum als Irrweg und Jesus als schwarzmagischen Betrüger abzutun. Er müßte doch ein Scheinmenschenleben als quasi-Marionette geführt haben, wenn er Gott gewesen wäre. So argumentiert etwa der fanatische Mathematiker Georg Todoroff auf seinen Internetseiten.
Aber das Ich Gottes ist eben (ursprünglich) etwas völlig anderes als das menschliche (erschaffene) Ich. Erst in Jesus hat es menschliche Qualitäten angenommen. Die Menschwerdung Gottes erfolgte Jesu ganzes Leben lang und dieses Leben war von Leiden geprägt, die in unserem gegenwärtigen Dasein noch unvorstellbar sind. Am menschlichsten wurde Gott in Jesus am Kreuz. Darum wurde Jesus am Kreuz vollendet. Und darum heißt es nun: Jetzt ist Gott überall auch als Mensch. Erst jetzt (seit 2000 Jahren) sind die Voraussetzung einer Annäherung des Menschen an Gott, einer Versöhnung Gottes mit dem Menschen, gegeben (nicht vollendet). Jesus ist keine "Historie", wie Jakob Böhme sagt, auf der der Lutheraner glaubt, sich ausruhen zu können, indem er nur gläubig bekennt, daß Jesus für ihn gestorben ist. Der Glaube ohne Werke ist leer, Werke ohne Glauben sind tot.








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