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JesusLEBT-Andacht

Lk 12,25 Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslänge {eine} Elle zusetzen?
Lk 12,26 Wenn ihr nun auch das geringste nicht könnt, warum seid ihr um das übrige besorgt?
Lk 12,27 Betrachtet die Lilien, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht und spinnen auch nicht. Ich sage euch aber, selbst Salomo in all seiner Herrlichkeit war nicht bekleidet wie eine von ihnen.
Lk 12,28 Wenn aber Gott das Gras, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wieviel mehr euch, Kleingläubige!
Lk 12,29 Und ihr, trachtet nicht , was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und seid nicht in Unruhe!
Lk 12,30 Denn nach diesem allen trachten die Nationen der Welt; euer Vater aber weiß, daß ihr dies benötigt.
Lk 12,31 Trachtet jedoch nach seinem Reich! Und dies wird euch hinzugefügt werden.


Wir sind abhängig. Aber wir überwinden diese Abhängigkeit nicht durch unsere Sorgen - im Gegenteil. Viele Menschen werden krank vor Sorgen. Mit Sorgen sein Leben verlängern zu wollen ist etwa so unsinnig wie der Versuch, willentlich zu wachsen (beides Übersetzungsmöglichkeiten von Vers 25). Natürlich ist uns bekannt, dass es gesünder ist sich keine Sorgen zu machen. Aber wie soll man seine Sorgen überwinden? Einfach "positiv denken" ist eben nicht einfach. Man sieht und erlebt zu viel Unheil und am Ende der Plackerei steht dann doch noch der Tod, der all die Mühen des Lebens so sinnlos macht. "Sorge dich nicht - lebe!" ist sicher kein schlechter Rat, aber schaffen wir es, so naiv dem Leben gegenüber zu werden, dass wir die Probleme einfach ausgrenzen? Und wie lange halten wir das durch? Müssen wir dann nicht auch das Leid um uns herum ignorieren, um uns keine Sorgen zu machen? Es gibt heute wie früher eine Menge Angebote, vor den Sorgen des Lebens zu fliehen. "Brot und Spiele" früher und heute "fressen, ficken, fernsehen". Neben den Grundbedürfnissen des Überlebens steht immer die Fluchtmöglichkeit vor den eigenen Sorgen. Und viele Menschen gehen kaputt an ihren Sorgen, wenn man ihnen ihre Fluchtmöglichkeit nimmt. Ein Fernsehgerät darf nicht gepfändet werden und im Gefängnis gehört Fernsehen dazu. Man muss sich ja schließlich ablenken von den finanziellen Problemen oder von der eigenen Schuld. Wie soll man damit auch klarkommen? Flucht, wegschauen, ablenken, sich nicht sorgen, sondern leben - und wer weiß, ob das morgen noch geht.

Jesus legt den Finger in die Wunde. Man kann sich nicht einfach keine Sorgen machen. Jesus sagt nicht "sorge dich nicht", sondern "Gott sorgt für dich". Und in dem Gott für uns sorgt werden wir frei, brauchen uns nicht mehr abzulenken oder unseren Ängsten hinterherlaufen. Weil Gott für uns sorgt können uns ihm zuwenden und in ihm Sinn und Ziel für unser Leben finden. Indem Gott für uns sorgt werden aus Sklaven der Angst Menschen der Hoffnung.

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