JesusLEBT-Andacht |
Das griechische Wort phobeomai meint mehr als nur "Angst haben". Fürchten, das heißt jemanden aufgrund seiner Macht Respekt und Anerkennung zollen. Und genau diesen Respekt und diese Anerkennung versuchen sich weltliche Machthaber zu sichern. Doch sie haben gar nicht so viel Macht, wie es oft scheint. Ihre Macht endet mit dem Tod - entweder mit dem ihren, oder mit dem der Opfer. Jesu Anhänger sollen sich deshalb auch nicht einschüchtern lassen. Es gibt nur einen, nur einen einzigen, den man fürchten soll und das ist Gott. Damit werden Christen nicht gerade zu idealen Untertanen, denn sie lassen sich nicht mehr kontrollieren. Sie werden frei, für Wahrheit und Gerechtigkeit einzustehen, auch wenn sie bedroht werden. Es geht dabei nicht darum, Terroranschläge zu planen oder das Reich Gottes mit Gewalt zu erzwingen. Es geht darum, sich selbst nicht verbiegen zu lassen und Unrecht und Lüge beim Namen zu nennen. Jesus selbst ist das beste Beispiel dafür. Auch er wird bedroht. Auch ihn versuchen Machthaber einzuschüchtern. Die Pharisäer, die er beschuldigte, stellen ihn vor Gericht.
Joh 19,10 Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich loszugeben, und Macht habe, dich zu kreuzigen?
Jesus ließ sich nicht einschüchtern. Und tatsächlich
wurde er gekreuzigt. Nicht aufgrund irgend eines Verbrechens, sondern schlicht,
weil er die Wahrheit sagte. Jesus war nicht der einzige, der für die
Wahrheit starb. Und er wird auch nicht der einzige bleiben, der aller weltlichen
Macht zum trotz aufersteht. Hier endet die Macht von Menschen und setzt
sich die Wahrheit durch.
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