Lk 11,3 unser nötiges Brot gib uns täglich;
Nun, dieser Teil des Vaterunsers hat sich scheinbar erübrigt. Brot gibt es beim Bäcker. Und wer nicht genug Geld hat um sich etwas zu Essen zu kaufen, für den gibt es Sozialhilfe. Für unser tägliches Brot ist also gesorgt.
Das gilt natürlich nur so lange, wie wir "uns" günstig abgrenzen. Denn wenn wir an die Tausenden denken, die jeden Tag irgendwo auf dieser Erde hungern und verhungern, dann bekommt diese Bitte einen unangenehmen Beigeschmack. Wenn wir gemeinsam für das tägliche Brot bitten, wird klar, von wem wir es letztlich haben und daß wir es teilen müssen. Es ist unser Brot. Unser gemeinsames Brot.
Was ist eigentlich der Grund dafür, daß wir hier im Überfluß leben? Haben wir es uns ausgesucht, hier zu leben. Wir leben in Abhängigkeit zu Gott, ob uns das bewußt ist oder nicht. Und wir leben in Verantwortung vor Gott. Wer viel hat, hat viel Verantwortung. Wir werden darauf in Lukas 16,19ff zurückkommen.
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