Lk 10,21 In selbiger Stunde frohlockte Jesus im Geiste und sprach: Ich
preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß du dies vor
Weisen und Verständigen verborgen hast, und hast es Unmündigen
geoffenbart. Ja, Vater, denn also war es wohlgefällig vor dir.
Lk 10,22 Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand
erkennt, wer der Sohn ist, als nur der Vater; und wer der Vater ist, als
nur der Sohn, und wem irgend der Sohn ihn offenbaren will.
Ich weiß, daß ich nichts weiß. - Diese Worte sind
jahrtausende alt, aber haben von ihrer Weisheit nichts verloren. Denken
und Nachdenken können ja gute Fähigkeiten sein, um über
etwas nachzudenken. Aber der Gegenstand des Denkens kann nicht aus dem
Denken entspringen. Dazu ist Glaube nötig.
Nun kann man viel Mist glauben, aber auch Wahres und Richtiges. Aber
wir sind letztlich verlohren in unserem Denken. Wir sind darauf angewiesen,
daß uns jemand den Weg zeigt, daß uns jemand sagt, warum wir
sind und was aus uns werden soll. Und genau hier kommt uns Gott entgegen.
Aber sein Weg ist keiner, auf den man durch nachdenken kommt. Sein Weg
widerspricht allen religiösen Weisheiten. Der große Gott wird
Mensch, lebt unter uns und beginnt mit einer Hand voll ganz einfachen Leuten.
Keine Transzendenz sondern handfestes Leben. Und so ist auch das, was Jesus
anbietet kein schönes schimmerndes Gedankenschloß, sondern neues
Leben, leben aus erster, aus seiner Hand.
zur Andacht der letzten Woche
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