Lk 9,7 Es hörte aber Herodes, der Vierfürst, alles, was geschehen
war, und er war in Verlegenheit, weil von einigen gesagt wurde, daß
Johannes aus den Toten auferweckt worden sei;
Lk 9,8 von einigen aber, daß Elia erschienen, von anderen aber,
daß einer der alten Propheten auferstanden sei.
Lk 9,9 Und Herodes sprach: Johannes habe ich enthauptet. Wer aber ist
dieser, von dem ich solches höre? Und er suchte ihn zu sehen.
Die Jünger Jesu ziehen umher und predigen das Reich Gottes. Wie
Jesus predigen nun auch sie und helfen den Menschen. Was war geschehen?
Die Bewegung um Johannes den Täufer, die die Menschen auf die Ankunft
des Messias vorbereiten sollte, endete mit der Hinrichtung von Johannes
- oder doch nicht?
Viele vermuten die Inkarnation eines Propheten, andere gar Johannes
selbst. Johannes, der öffentlich Kritik an Herodes äußerte,
bezahlte das mit seinem Leben. Doch Herodes muß erkennen, daß
damit sein Problem nicht gelöst ist. Egal wo er sich hinwendet um
Menschen zum Schweigen zu bringen, immer tauchen irgendwo neue Verkünder
auf. Das Recht läßt sich nicht auf Dauer unterdrücken.
Dabei ist die Aussendung der Jünger nur ein kleiner Vorgeschmack.
Auch Jesus wird vor Herodes geführt und von diesem wieder an Pilatus
überwiesen, der Jesus zum Tode verurteilt. Wieder wird man glauben,
das Problem sei gelöst. Wieder werden Menschen behaupten, Jesus sei
von den Toten auferstanden. Aber dann wird es wahr sein. Dann werden Menschen
in der Kraft des Heiligen Geistes hinausgesand, der Welt das Heil zu verkünden
und keine Gewalt wird diese rettende Botschaft dann noch aufhalten können,
weder Herodes noch das gesamte römische Weltreich noch irgend eine
politische oder religiöse Macht.
zur Andacht der letzten Woche
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