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JesusLEBT-Andacht




Lk 7,11 Und es geschah bald darauf, daß er in eine Stadt ging, genannt Nain, und seine Jünger und eine große Volksmenge gingen mit ihm.
Lk 7,12 Als er sich aber dem Tor der Stadt näherte, siehe, da wurde ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und eine zahlreiche Volksmenge aus der Stadt war mit ihr.
Lk 7,13 Und als der Herr sie sah, wurde er innerlich bewegt über sie und sprach zu ihr: Weine nicht!
Lk 7,14 Und er trat hinzu und rührte die Bahre an, die Träger aber standen still; und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf!
Lk 7,15 Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter.
Lk 7,16 Alle aber ergriff Furcht; und sie verherrlichten Gott und sprachen: Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden, und Gott hat sein Volk besucht.
Lk 7,17 Und diese Rede über ihn ging hinaus in ganz Judäa und in der ganzen Umgegend.


Es ist großartig, daß uns auch dieses Ereignis überliefert wurde. Während der Hauptmann sich der Macht Gottes bewußt war und davon überzeugt war, daß sein Knecht gesund wird, wenn Jesus es nur will, begegnet uns hier ein am Leid gebrochener Mensch. Eine Mutter verliert ihr einziges (mono-genes: "einzig geborenes") Kind. Es ist nicht ihre starke Stunde, nicht der Augenblick, in dem sie voll Vertrauen auf Gottes Allmacht setzt. Für sie ist es dunkel, verzweifelt und wahrscheinlich sogar hoffnungslos. Und auch ihr hilft Jesus. Es ist keine Belohnung für heldenhaften Glauben, er macht sie nicht zum Vorbild und er hält auch keine Predigt. Er ist einfach nur gnädig und hilft. Oft beginnen Menschen Gott erst zu glauben, wenn sie ihn selbst erfahren haben. Glaube und Erfahrung lassen sich letztlich nicht trennen. Gott läßt uns seine Nähe spüren, damit wir diese Nähe suchen und wir suchen seine Nähe, damit wir sie spüren.

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