Lk 3,7 Er sprach nun zu den Volksmengen, die hinausgingen, um von ihm
getauft zu werden: Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn
zu entfliehen?
Lk 3,8 Bringt nun der Buße würdige Früchte; und beginnt
nicht, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich
sage euch, daß Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken
vermag.
Lk 3,9 Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt,
jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer
geworfen.
Lk 3,10 Und die Volksmengen fragten ihn und sprachen: Was sollen wir
denn tun?
Lk 3,11 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Unterkleider
hat, teile dem mit, der keins hat; und wer Speise hat, tue ebenso!
Lk 3,12 Es kamen aber auch Zöllner, um getauft zu werden; und
sie sprachen zu ihm: Lehrer, was sollen wir tun?
Lk 3,13 Er aber sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch bestimmt
ist!
Lk 3,14 Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: Und wir,
was sollen wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt, und erpreßt
niemanden, und begnügt euch mit eurem Sold!
Der Versuch, rein rituelle Handlungen als gute Werke zu verkaufen, ist
so alt wie alle Religion. Weder eine Taufe, noch sonst eine rituelle Handlung,
weder eine aktive Kirchen-, noch eine Konfessionszugehörigkeit können
etwas an unserer Lebensweise ändern, wenn wir diese Veränderung
gar nicht wollen.
Veränderungsmöglichkeiten gäbe es genug. Johannes
geht auf ganz praktische, alltagsnahe Mißstände ein. Hier -
im ganz kleinen schon - muß die Veränderung ansetzen; nicht
erst bei Managern und Politikern.
Die Frage, was zu tun wäre, kann jeder mit seinem Alltag leicht
beantworten.
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