Lk 1,46 Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn,
Lk 1,47 und mein Geist hat gejubelt über Gott, meinen Heiland.
Lk 1,48 Denn er hat hingeblickt auf die Niedrigkeit seiner Magd; denn
siehe, von nun an werden mich glückselig preisen alle Geschlechter.
Lk 1,49 Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig
ist sein Name.
Lk 1,50 Und seine Barmherzigkeit ist von Geschlecht zu Geschlecht über
die, welche ihn fürchten.
Lk 1,51 Er hat Macht geübt mit seinem Arm; er hat zerstreut, die
in der Gesinnung ihres Herzens hochmütig sind.
Lk 1,52 Er hat Mächtige von Thronen hinabgestoßen und Niedrige
erhöht.
Lk 1,53 Hungrige hat er mit Gütern erfüllt und Reiche leer
fortgeschickt.
Lk 1,54 Er hat sich Israels, seines Knechtes, angenommen, um der Barmherzigkeit
zu gedenken
Lk 1,55 - wie er zu unseren Vätern geredet hat - gegenüber
Abraham und seinen Nachkommen in Ewigkeit. -
Lk 1,56 Und Maria blieb ungefähr drei Monate bei ihr; und sie
kehrte zu ihrem Haus zurück.
Im Magnifikat (=erhebe) gipfelt der Bericht über Maria. Alles Endet
im Lob Gottes. Maria erlebt Gott nicht nur im Zentrum ihres Körpers.
Gott, der HERR ist die Mitte ihres Lebens, des Volkes Israels und allem,
was überhaupt ist, in Ewigkeit. Aber ist das alles denn schon so?
Der Text ist im Aorist, in der Vergangenheitsform geschrieben. Das Lob
und die Anbetung Gottes sehen die Welt vom Ziel her. Wir bekommen
hier einen Vorgeschmack der Ewigkeit: Alles endet im Lob Gottes (Psalm
148 und 150, die Gemeinde vor dem Thron: Off 4,10; 7,11f; 19,5, ...). Hier
liegt der letzte und tiefste Sinn des ewigen Lebens. Psalm 150,6:
"Allen, was Atem hat, lobe den HERRN"
AMEN!
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