Herzlich willkommen zur wöchentlichen JesusLEBT-Andacht. Der Wochentext,
mit dem wir beginnen, steht im Lukasevangelium, Kapitel 1, die Verse 1-4:
Lk 1,1 Da es nun schon viele unternommen haben, einen Bericht von
den Ereignissen zu verfassen, die sich unter uns zugetragen haben,
Lk 1,2 wie sie uns die überliefert haben, die von Anfang an
Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind,
Lk 1,3 hat es auch mir gut geschienen, der ich allem von Anfang
an genau gefolgt bin, es dir, hochedler Theophilus, der Reihe nach zu schreiben,
Lk 1,4 damit du die Zuverlässigkeit der Dinge erkennst, in
denen du unterrichtet worden bist.
Lukas war selbst offensichtlich kein Augenzeuge der Ereignisse um Jesus
(="Wort", vgl. Joh 1), über die er berichtet, aber er hat schriftliche
Quellen ("...viele unternommen haben, einen Bericht...", möglicherweise
auch die Evangelien von Matthäus und Markus) und Augenzeugenberichte.
Es erschien ihm sinnvoll, das gesammelte Material für einen
bedeutenden Zeitgenossen geordnet niederzuschreiben.
Die aufwendig formulierte Einleitung zeigt Parallelen zu Herodot, Thukydides
und Polybius und läßt auf eine hohe Bildung schließen.
Es geht Lukas um eine sauber recherchierte Zusammenstellung der historischen
Fakten. Dabei untersuchte er das gesamte Datenmaterial genau. Schließlich
soll sich Theophilus (zu deutsch: Freund Gottes) von der Zuverlässigkeit
der Botschaft überzeugen können.
Oft wird die Frage gestellt, wie die Bibel zu verstehen ist. Im Falle
des Lukasevangeliums gibt der Verfasser selbst die Antwort. Die Bibel ist
kein Märchenbuch, bei dem man den Verstand ausschalten muß.
Überzeuge Dich selbst von der Zuverlässigkeit des Wortes Gottes.
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