zum Forum

Textanalyse


Johanna am Mittwoch, den 05. Mai 2010 um 13:38:03 Uhr



Leider muß man sagen, daß die Webbtreiberin bzw. der Webbetreiber den Text nicht verstanden hat. Dabei ist der Text als solcher sehr leicht zu verstehen, wenn man ihn genau liest. Wahrscheinlich will die Webbetreiberin jedoch gar nicht richtig verestehen, da der Sexualität ein Sinn beigegeben wird, welcher die bloße Geilheit in frage stellt. Die bloße Geilheit wird nun tatsächlich als für die Seele schädlich angesehen, weshalb sie, wenn sie ausgelebt wird, als Hurerei bezeichnet wird, völlig unabhängig ob dies nun mit der eigenen Ehefrau bzw. Ehemann geschieht oder mit einem anderen Menschen. Der Grund darin liegt, was man in anderen Textstellen sehr wohl erkennen kann, dass sie die Liebe verhärtet und der Seele schaden zufügt. Das mag man nun glauben oder nicht, aber dies wird von allen Propheten in der jüdischen oder christlichen Religion so dargestellt.
Es geht gar nicht um die angenehmen Gefühle bei der Sexualität, die überhaupt nicht in Frage gestellt werden und sogar notwendig für die Zeugung eines Kindes dargestellt werden. Somit werden auch nicht die angenehmen Gefühle der Frau bei der Sexualität in Frage gestellt sondern sind genauso sinnvoll und notwendig, wie die des Mannes.
Die Freude der Frau an der Sexualität wird also gar nicht in Frage gestellt, sondern die bloße Geilheit und das Ausleben derselben. Diese Anschauung mag nun als nicht modern gelten und scheint auch der Verfasserin der Website nicht zu gefallen, aber dies ist dasselbe was alle Propheten im jüdischen und christlichen Raum gelehrt haben.
Nachdem nun der eigentliche Sinn der Sexualität in der Zeugung eines Kindes besteht und der Wille ein Kind zu zeugen als Keuschheit definiert wird, stellt sich natürlich die Frage inwieweit diese Handlung vor Gott gerechtfertigt ist, da man ja dann auf die Idee kommen könnte das der Wille des Mannes ein Kind zu zeugen jeden sexuellen Akt rechtfertigen würde. Aus diesem Grunde heißt es im Text : Dieser Akt darf nicht außerhalb der Sphäre der wahren Nächstenliebe geschehen; ein Hauptgrundsatz der wahren Nächstenliebe aber lautet: ,Tuet euern Nächsten das, was ihr wünschet, daß sie auch euch tun sollen!
Es ist also nicht so wie die Betreiberin meint , dass der Wille ein Kind zu Zeugen, jeden sexuellen Akt rechtfertigen würde, sondern die Nächstenliebe muß auch hier die Grundlage für jegliches Handeln sein. Aus diesem Grunde ist daher die gewaltsame Zeugung einer Frucht, natürlich sündhaft, selbst wenn der Mann das bestreben gehabt hätte ein Kind zu zeugen. Man muß natürlich sehen dass dies nur ein konstruiertes Beispiel ist um zu veranschaulichen, dass das Bestreben ein Kind zu zeugen für sich alleine genommen einen sexuellen Akt nicht rechtfertigt. Denn ein solches Szenario ist natürlich völlig unrealistisch, da ein Vergewaltiger ja nicht eine Frau vergewaltigt um ein Kind zu zeugen, sondern in der Regel aus purer Geilheit, welche ja bereits als Sünde beschrieben wurde, oder um eine Frau zu quälen was ja eben auch nichts mit Nächstenliebe zu tun hat. Es geht hier eben nicht darum, einen gewaltvollen sexuellen Akt zu rechtfertigen, sondern aufzuzeigen, dass ein solcher auch dann nicht gerechtfertigt wäre, selbst wenn der Mann das Bestreben hätte diesen nicht aus Geilheit durchzuführen, sondern um ein Kind zu zeugen. Genauso verhält es sich wenn ein Mann eine ( verheiratete ) Frau im nächsten Beispiel durch Geld oder Worte überreden würde mit Ihr zu schlafen um ein Kind zu zeugen. Auch dieser Fall wäre vor Gott ein sündhafter, weil er gegen die Nächstenliebe verstoßen würde, selbst wenn er freiwillig wäre. Es geht hier also nicht darum einen sexuellen Akt, durch das Bestreben ein Kind zu zeugen, zu rechtfertigen, sondern aufzuzeigen, dass neben dem Wunsch ein Kind zu bekommen, die Näschstenliebe als Grundlage für jegliche Handlung natürlich die Sexualität mit einschließt. Dies ist in diesem Text so offensichtlich und klar dargestellt, dass es wirklich äußerst fragwürdig ist, wie man einen solchen Text nicht verstehen kann.









Name:
E-Mail-Adresse:
Überschrift:
Beitrag: