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"Natürlich gibt es Propheten" - Erwiderung


Oliver am Donnerstag, den 18. Oktober 2007 um 07:49:27 Uhr

Franz spricht mir mit seinerm Jesusbild vollkommen aus dem Herzen. Natürlich kam Jesus, um zu heilen, zu retten und aufzurichten und nicht um zu verdammen, zu verfluchen oder umzubringen. Trotzdem sollte man, um die Lorber-Texte richtig zu verstehen, folgendes beachten: Gott ist die Liebe (was Rache, Haßoder absolute Verdammnis vollkommen ausschließt). er ist aber nicht der "liebe Gott" im herkömmlichen menschlichen Verständnis. In manchen Fällen besonders ausgeprägter Bosheit mag es vorkommen, daß irdisch unverbesserliche Menschen zu Läuterungszwecken den geistigen und physischen Auswirkungen des "Zornes Gottes" (Ernst der Liebe) überlassen werden. Die bei Lorber geschilderten Strafaktionen des Jesuskindes gegen besonders boshafte Kinder kommen auch in den Apokryphen und bei Anna Katharina Emmerich vor, welche letztere ansonsten Jesus als liebevollsten Therapeuten schildert. Wichtig: Diese Kinder wurden später wieder geheilt, keines wurde in seinem Zustand belassen oder umgebracht. Zu berücksichtigen ist auch, daß Jesus damals noch selbst Kind war und sich als Mensch entwickelt hat. Später hat er seine Heilungs- und Besserungs-Mittel anders gewählt. Andererseits war Jesus von Anfang an Gott, es ist also völlig unsinnig, dem Jesuskind Haß oder Rache zu unterstellen. Ich kann also auch hier keinen prinzipiellen Widerspruch mit der Heilslehre der Bibel erntdecken. Die entsprechenden Stellen, in denen Lorber sein Werk als wiedergekommenen Christus ausgibt oder die Bibel (abgesehen von bestimmten unzulänglich übertragenen Textstellen) ersetzen will, hätte ich gerne angeführt.

Es ist richtig, daß Luther seine Menschenhetze nicht als von Gott inspiriert ausgab. Ebenso richtig ist, daß Lorber mit seinem Entsprechungsbild nicht gegen Juden gehetzt hat. Dies zu unterstellen, bedeutet eben ein Mißverständnis des Textes.








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